31.03.2025 | 12:02

Amerikanische Faulbrut erneut im Lahn-Dill-Kreis ausgebrochen

Kreis-Veterinäramt informiert: Schutzmaßnahmen und wie Bürger helfen können

Foto: Lahn-Dill-Kreis

Foto: Lahn-Dill-Kreis

Im Lahn-Dill-Kreis ist erneut die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen – diesmal im Ort Sinn, wo die Bienenseuche bereits 2023 bekämpft werden musste. Die Kreisverwaltung informiert über die aktuelle Lage, die Risiken für Bienenvölker und notwendige Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit. „Diese Wiederholung des Ausbruchs unterstreicht die Notwendigkeit erhöhter Wachsamkeit und konsequenter Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit“, betont Landrat Carsten Braun.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine bakterielle Erkrankung der Bienenbrut und führt unbehandelt zum Absterben ganzer Bienenvölker. Für den Menschen ist sie jedoch völlig ungefährlich und stellt keine Gefahr für die Gesundheit dar.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, ist es entscheidend, alle Bienenstände im Ort Sinn zu erfassen. Das Veterinärwesen des Lahn-Dill-Kreises bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, die Kenntnis von Bienenständen in diesem Bereich haben, diese umgehend zu melden. Ebenso sollten Imkerinnen und Imker, denen Veränderungen im Brutbild oder das typische „Faulbrutbild“ auffallen, dies unverzüglich der Behörde mitteilen. Typische Anzeichen sind eingesunkene, dunkel verfärbte und löchrige Brutzellen, die beim Öffnen einen fadenziehenden, breiigen Inhalt aufweisen.

Eine weitere wichtige Präventionsmaßnahme ist, den Kontakt von Bienen mit Importhonig und importierten Bienen zu vermeiden. Diese können Sporen der Faulbrutbakterien enthalten und eine Übertragungsquelle für die Krankheit darstellen. Das Kreis-Veterinäramt ist erreichbar per Mail an veterinaeramt@lahn-dill-kreis.de oder telefonisch unter 06441 407-7611.